Aktualisierte Leistungsansprüche im Pflegefall

Seit dem 01. Januar 2017 gelten folgende monatliche Leistungsansprüche:

Pflegegrad 1Pflegegrad 2Pflegegrad 3Pflegegrad 4Pflegegrad 5
Pflegegeld-316 €545 €728 €901 €
Pflegesach- leistungen-689 €1298 €1612 €1995 €
Entlastungsbetrag125 €125 €125 €125 €125 €
Stationäre Pflege125 €770 €1262 €1775 €2005 €
Kurzzeit- und Verhinderungspflege-1612 € /Jahr1612 € /Jahr1612 € /Jahr1612 € /Jahr

 

Pflegegeld

Bei häuslicher Pflege durch Angehörige oder andere Personen gibt es Pflegegeld.

Pflegesachleistungen

Bei häuslicher Pflege durch einen ambulanten Dienst und teilstationäre Versorgung in der Tages- und Nachtpflege sind Pflegesachleistungen möglich.

Entlastungsbetrag

Der monatliche Entlastungsbeitrag von 125 Euro, der für alle Pflegegrade gilt, kann zweckgebunden für Betreuungs- und Entlastungsleistungen verwendet werden, zum Beispiel für Haushaltshilfen, Alltagsbegleitung oder andere haushaltsnahe Dienstleistungen.

Stationäre Pflege

Die Pflegekasse übernimmt einen Teil der Kosten für die Betreuung und Pflege in einer Pflegeeinrichtung. Wie bei der häuslichen Pflege sind die Beträge für die vollstationäre Pflege nach Pflegegraden gestaffelt.

Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Pflegende Angehörige können sich bis zu 6 Wochen pro Jahr für Erholung oder aufgrund eigener Erkrankung durch einen ambulanten Pflegedienst oder eine andere Betreuungsperson vertreten lassen. Alternativ oder in Kombination ist Kurzzeitpflege (für Personen mit Pflegegrad 2-5) mit stationärer Aufnahme für maximal bis zu acht Wochen möglich.

Desweiteren haben Pflegebedürftige noch folgende Unterstützungsmöglichkeiten:

Anspruch auf Hilfsmittel

Bei häuslicher Pflege besteht für alle Pflegegrade ein Anspruch auf 40 Euro pro Monat für Hilfsmittel, bei Bedarf auch mehr mit Zuzahlung. Hilfsmittel sind zum Beispiel Bettschutzeinlagen, Desinfektionsmittel oder Leihgebühren, zum Beispiel für technische Pflegehilfsmittel.

Wohnumfeldverbesserung

Für die häusliche Pflege ist es manchmal notwendig, Umbaumaßnahmen im Wohnumfeld durchzuführen, wie der altersgerechte Umbau eines Badezimmers oder Treppenhauses. Bei ambulanter Pflege gilt hierfür eine Höchstsumme von 4000 Euro pro Maßnahme.