Palliativmedizinische Unterstützung und Kontaktadressen

Bild: © Ron Nickel/Design Pics/Corbis

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Mit diesem Satz beschreibt die englische Ärztin Cicely Saunders, die als Begründerin der  modernen Hospizbewegung gilt, das Ziel einer palliativmedizinischen Unterstützung: Dem sterbenden Menschen und auch seinen Angehörigen die letzte Lebensphase so angenehm wie möglich zu machen.

Was leistet Palliativmedizin?

Das Wort Palliativ leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet so viel wie „mit einem Mantel umhüllen“. Palliativmedizin ist dafür da, sterbenden Menschen eine ganzheitliche Betreuung zukommen zu lassen, die die letzte Lebensphase bestmöglich gestaltet. Dafür basiert Palliativmedizin auf verschiedenen Behandlungs- und Betreuungsebenen.

In der medizinischen Betreuung geht es vorrangig darum, mit Medikamenten und Behandlungen Schmerzen zu lindern und damit die Lebensqualität so hoch wie möglich zu halten.

Daneben ist die geistige und seelische Betreuung von großer Bedeutung. Das Wissen um den bevorstehenden Tod ist eine große Belastung, kann schwere Ängste und Depressionen hervorrufen. Psychologen und Seelsorger helfen Betroffenen und ihren Angehörigen in dieser schwierigen Zeit.  Mit der Hilfe von Sozialarbeitern können wichtige rechtliche Fragen geklärt werden, um die letzten Angelegenheiten zu klären.

Wo bekomme ich Palliativversorgung?

Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch hat Anspruch auf palliativmedizinische Versorgung. Je nach Erkrankung und Beschwerdebild gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. Viele Krankenhäuser und einige Pflegeheime haben eine eigene palliative Versorgung  oder arbeiten mit Hospiz- und Palliativnetzen zusammen.
Wenn es der gesundheitliche Zustand erlaubt, wünschen sich viele Menschen, die letzte Lebensphase zu Hause im Kreis der Familie zu verbringen. Hierfür gibt es die Möglichkeit einer ambulanten palliativen Versorgung. Ist dies nicht möglich oder gewünscht, kann ein Hospiz eine Alternative sein. Die Betroffenen bekommen dort in der Regel ein eigenes Zimmer und können jederzeit von Angehörigen besucht werden.

Eine Suche nach Angeboten und Einrichtungen in Ihrer Nähe bietet u.a. der  „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland“ der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.